"Aus dem Leben mit unseren Stubentigern".

 

Ich sitze auf der Couch. Vor mir mein Laptop. Lucky, unser blinder Kater, frisst gerade. Gleich darauf springt er auf die Couch und setzt sich demonstrativ neben mich. Durch seine Haltung lässt er keine Zweifel aufkommen was er wünscht. Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit und zwar gleich.

Gerne gebe ich sie ihm. Er ist immer mit so einer Hingabe dabei, das es mich jedes Mal aufs Neue rührt. Er presst sein Köpfchen in meine Handfläche und schnurrt aus tiefer Kehle. Mein kleiner wunderbarer Schatz. Seine Schnurrhaare vibrieren und kitzeln mich dabei an der Hand.

Gegenüber schläft Laura eingerollt auf dem anderen Teil der Couch und Maggie kommt ganz Naseweis vorbei um meinen Teller zu überprüfen. Vielleicht findet sie ja eine Leckerei darauf. Da muss ich ziemlich gut aufpassen. Michel liegt im Körbchen vor dem Wohnzimmerschrank und weigert sich beharrlich das Land der Schlummerträume zu verlassen. Er sieht dabei oft richtig angestrengt aus und das ist so niedlich bei ihm. Gerne schläft er auf seinem Gesicht. Wie er dabei atmet ist mir ein Rätsel. Aber Katzen sind ohnehin rätselhafte Wesen.

Ihren Tag teilen sie sich sehr gut ein. Ebenso die Nacht. Sie bestimmen wann es am Morgen Zeit ist aufzustehen. Jedenfalls nach ihrer Meinung. Da können sie ganz schön penetrant sein. Und öffnet sich endlich diese verflixte Schlafzimmertür, dann laufen sie stolz wie Bolle umher. „Schaut mal, wir haben es geschafft“, sagen sie mit ihren hocherhobenen Schwanzspitzen. „Jetzt gibt es endlich Frühstück“.

Ja, und dann trolle ich mich nach einem kurzen Ausflug ins Badezimmer in die Küche und übernehme die Fütterung der Raubtiere. So komme ich mir oft dabei vor und meist geht es um Leben und Tod. Das machen sie mir unmissverständlich klar. Auf ihre Art natürlich. Aber so früh am Morgen können sie einem damit schon mal den Nerv rauben. Unsere Küche ist winzig und dann muss man noch um mindestens 2-3 Katzen herum laufen, die nicht bereit sind aus dem Weg zu gehen, oder vor der Küche auf ihr Fressen zu warten.

Das macht es nicht einfacher. Der Kreisch- und Bettelpegel steigert sich zu einem wahren Orkan wenn die Napfverteilung kurz bevorsteht, und ist diese vollzogen herrscht zufriedenes geschmatzte. Meistens! Katzen….tssss…..